19 Nov, 08
Nachdem ich mich heute mal wieder geärgert habe, dass die Qype-Suche aus zwei Eingabefeldern besteht und daher bei Firefox weder sinnvoll als Keyword noch als Suchmaschine eingebunden werden kann, habe ich mich beschlossen, einfach selbst Abhilfe zu schaffen.
Das Resultat, den Qype Single Input Search Proof of Concept, findet ihr unter http://qype.moeffju.net/. Eine Mobile-Version gibt es auch. Jetzt könnt ihr in ein einzelnes, großes Eingabefeld Dinge eingeben wie “Bars in Berlin”, “Hotel in Hamburg”, “Portugiesische Restaurants nahe Hamburg, Schulterblatt” oder “Currywurst Berlin Potsdamer Platz”. Außerdem könnt ihr für das Eingabefeld ein Keyword hinzufügen oder gleich das ganze als OpenSearch-Suchmaschine in Firefox, IE7, usw.
Viel Spaß damit. Bei Problemen einfach kommentieren, aber bitte erwartet keine Magie von dem Parser. Mein Standpunkt ist, dass die Leute sich an einfache Syntax halten können, wenn sie einen Mehrwert davon haben.
26 Aug, 08
Sicher kennen Sie das: Der Brief ist geschrieben, man steht am Postkasten, alles perfekt, nur die Marke fehlt. Was tun?
Sicher kenn ich das. Damals, als ich noch Briefe geschrieben habe, wäre meine Antwort entweder “Tja, hättste mal mitgedacht” gewesen oder “bei den Brieflaufzeiten kann ich auch morgen in Ruhe ne Marke kaufen”. Heutzutage schreib ich halt keine Briefe mehr.
Die Antwort der Deutschen Post hingegen ist:
Ganz einfach! Ihr Porto selbst schreiben! Ob am Strand, im Café oder in der Wildnis.
Na gut, ich hatte jetzt am Strand oder in der Wildnis noch nicht das Bedürfnis, unbedingt sofort einen Brief frankieren zu müssen - ganz zu Schweigen davon, dass es in der Wildnis auch nur vereinzelt Briefkästen gibt - aber wenn, dann könnte ich das jetzt via Handyporto tun. Innerhalb Deutschlands jedenfalls.
Dazu schickt man einfach “Brief” oder “Karte” per SMS an die 22122. Momentan werden T-Mobile und Vodafone unterstützt, ab Oktober kommt E-Plus dazu, nächstes Jahr O2. Das Porto ist deutlich höher als normal: Ein Brief schlägt mit 95 Cent zu Buche, eine Postkarte kostet 85 Cent. Dazu kommen die Kosten für die SMS. Die Abrechnung erfolgt wie bei anderen Premiumdiensten auch über die Mobilfunkrechnung. Außerdem kann man Handyporto nur für Standardbriefe und Postkarten nutzen.
Die 12-stellige Nummer, die man als Antwort erhält, schreibt man dann einfach auf den Brief/die Postkarte und wirft sie ein. Logistisch kann das nicht sehr effizient sein, weil irgendjemand die Nummern ja abtippen bzw. überprüfen muss. Ob die OCR da zuverlässig genug ist?
Für mich klingt das ganze eher nach Spielerei, unnötigem Schnickschnack, den eigentlich niemand so richtig braucht. Allerdings scheint die Post so überzeugt von der Idee, dass sie sie sogar von 365womcom testen und bewerben lassen.
Was meint ihr denn zu der Handyporto-Idee?