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Where it's at

Ich gehe zum 1. September 2009 nach Berlin, um mich dort der Erforschung und Umsetzung neuer Lebens- und Arbeitsformen zu widmen. Schließlich sind immer noch viel zu viele Menschen da draußen überzeugt, dass die Gesellschaft sowie der Einzelne nur dann funktionieren, wenn jeder von morgens 9 bis nachmittags 5 an einem Schreibtisch sitzt und ein Telefon bewacht, und dass möglichst alle Menschen arbeiten sollen. Oder, dass Liebesbeziehungen oder Ehen nur von je einem Mann und einer Frau eingegangen und gelebt werden können. Außerdem will ich die politischen Aktivitäten fortführen, die wir im Rahmen der Netzsperren-Diskussion begonnen haben, denn wir brauchen dringend eine Lobby für diese “Internet-Generation”, “Generation C64”, oder wie auch immer man uns nennen will.

Falls jemand Wohnraum in Berlin hat, der eine der folgenden Anforderungssets erfüllt, bitte ich um kurze Nachricht:

  1. ~30m², Garten / Grünfläche / ruhige Lage (lies: draußenkatzengeeignet)
    oder
  2. >300m² (in Worten: Dreihundert), Garten / Terrasse / Dachterrasse, schnelles Internet, für WG/OpenSpace/Kommune-Dings.

Hamburg wird natürlich einen Platz in meinem Herzen bewahren und sicherlich häufig besucht werden. Vielleicht lege ich mir ja eine Black Mamba zu, dann wird ganz Deutschland regelmäßig bereist. Gepriesen sei das UMTS.

See you in Berlin!

Kofferbomben

Heute im Zug, im Regionalexpress 3314 von Frankfurt Flughafen Regio nach Saarbrücken.

Kurz vor Bad Kreuznach, die Durchsage: “Im vorderen Zugteil … ein unbeaufsichtiges Gepäckstück … Besitzer … melden … ich wiederhole: Der Besitzer der blauen Tasche bitte … ansonsten wird die Tasche in Bad Kreuznach entfernt.”

In Bad Kreuznach: “Da das Gepäckstück … vom Bundesgrenzschutz (sic) … verzögert sich unsere Weiterfahrt um etwa 30 Minuten.”

Nach Bad Kreuznach: Wieso macht man sich solche Mühe eigentlich nur bei ganz offensichtlich mitten im Flur herumstehenden Gepäckstücken? Wenn ich Terrorist wäre, würde ich mit ein paar Taschen einsteigen und sie schön ordentlich im Gepäckfach verstauen. Dann nach ein, zwei Stationen mal kurz aufs Klo, und dann die nächste raus. Niemand achtet auf ordentlich verstautes Gepäck—bis zur Endstation. Für den genannten RE, zum Beispiel: Frankfurt/Main Hbf rein, eine Station nach Frankfurt/Main Flughafen Regionalbahnhof raus. Am besten am Wochenende, in den Ferien.

Man gut dass ich kein Terrorist bin.